5 Pflichten des Vermieters vor der Schlüsselübergabe
Zuerst wird gemessen und geprüft. Die Nische wird innen in Breite, Höhe und Tiefe ausgemessen. Dann kontrolliert man den Untergrund: Ist der Putz fest, sandet er, gibt es Feuchtigkeit? Feuchte Wände dürfen nicht eingepackt werden, sonst fault die Substanz. Ein einfacher Test: Ein Stück Alufolie wird mit Klebeband über die Wand geklebt. Bildet sich nach einem Tag Kondenswasser auf der Außenseite, ist die Wand feucht und die Dämmung muss warten. In dem Fall zuerst die Ursache klären, etwa undichte Regenrinne oder fehlende Außenabdichtung.
Wenn die Oberflächen frei sind, zeigt sich, woraus der Raum tatsächlich besteht. Jetzt lohnt es sich, auf Materialien zu achten. Naturbelassene Stoffe wie Leinen, Wolle, unbehandeltes Holz oder Ton verändern die Akustik und die Haptik eines Raumes messbar: Sie schlucken Schall, fühlen sich warm an und altern sichtbar, statt zu verblassen. Ein häufiger Fehler ist der Griff zu glänzenden, kühlen Oberflächen, weil sie pflegeleicht erscheinen. Sie reflektieren Licht hart, verstärken Geräusche und lassen Räume technisch wirken. Wer Entschleunigung will, sollte mindestens eine große Fläche im Raum in einem matten, natürlichen Material ausführen – Boden, Vorhang oder Sitzfläche genügt.
Vor dem ersten Pinselstrich steht die Vorbereitung. Möbel werden aus dem Raum geräumt oder in die Mitte gestellt und mit Folie abgedeckt. Steckdosen und Lichtschalter entfernt man oder klebt sie mit Kreppband ab. Der Boden wird mit Malervlies oder dicker Folie geschützt, denn Farbspritzer auf Parkett oder Fliesen lassen sich nur schwer entfernen. Wichtig ist auch, kleine Löcher und Risse mit Spachtelmasse zu füllen und nach dem Trocknen glatt zu schleifen. Nur so wird die Fläche gleichmäßig.
Für den Topf verwendest du am besten einen leichten Kunststofftopf mit einem Durchmesser von 12 bis 15 Zentimetern. Schwere Tontöpfe ziehen die Ampel nach unten und belasten die Decke unnötig. Ein Untersetzer verhindert, dass Gießwasser auf den Boden tropft. Fülle den Topf nicht bis zum Rand mit Erde, sondern lasse zwei Zentimeter Platz. So kann das Wasser nicht überlaufen. Ein weiterer Fehler: Die Pflanze wird erst nach dem Aufhängen eingetopft. Besser ist es, den Topf vorher zu befüllen und die Ampel dann vorsichtig hochzuziehen.
Wer eine Wohnung neu bezieht, erwartet einen Zustand, der vertragsgemäß nutzbar ist. Der Vermieter ist nicht verpflichtet, die Wohnung auf Luxusniveau zu bringen, aber er muss die vertraglich zugesicherte Beschaffenheit herstellen. Entscheidend ist, was im Mietvertrag steht und was bei der Besichtigung zugesichert wurde. Fehlt eine ausdrückliche Vereinbarung, gilt die Wohnung als in dem Zustand geschuldet, der bei Vertragsschluss üblich war. Renovierungen vor dem Einzug sind deshalb immer eine Frage des konkreten Vertrags und des tatsächlichen Zustands, nicht des allgemeinen Geschmacks.
Wer eine Dunstabzugshaube kauft, steht vor einer Entscheidung, die sich nicht an der Optik allein festmachen lässt. Drei grundlegend verschiedene Bauarten sind auf dem Markt: die Umlufthaube, die Ablufthaube und die sogenannte Kopffreihaube, die konstruktiv zwischen beiden Prinzipien vermitteln kann. Jede hat andere Voraussetzungen, andere Folgekosten und andere Grenzen. Ein Vergleich lohnt nur, wenn zuvor geklärt ist, welche Bedingungen in der eigenen Küche tatsächlich herrschen. Dazu gehören die Lage der Außenwand, die Beschaffenheit des Mauerwerks und die Frage, ob eine Kernbohrung überhaupt erlaubt ist.
Vier Kriterien sollten vor dem Kauf feststehen: erstens die Bauart, die zur Wand und zur Wohnsituation passt; zweitens der Durchmesser und Verlauf des Kanals bei Abluft; drittens die Filterart und der Aufwand für den regelmäßigen Wechsel; viertens der Geräuschpegel bei der Stufe, die täglich verwendet wird. Wer diese vier Punkte vorab klärt, trifft eine Entscheidung, die auch nach Jahren noch trägt. Die Optik ist das letzte Kriterium, nicht das erste.
Kopffreihauben sind eine Bauform, bei der der Motor nicht über dem Kopf, sondern seitlich oder in der Wand sitzt. Sie schaffen Bewegungsfreiheit über dem Herd und eignen sich für offene Küchen. Beim Vergleich zählt nicht die maximale Luftleistung auf dem Datenblatt, sondern die Leistung im Betrieb bei mittlerer Stufe. Laute Hauben werden im Alltag selten auf höchster Stufe genutzt, weil das Gespräch daneben unmöglich wird. Ein Blick auf die Geräuschentwicklung bei niedriger Stufe sagt mehr über den praktischen Nutzen als der Spitzenwert.
Umluft und Kopffreiheit richtig beurteilen Die Umlufthaube filtert die Luft und bläst sie zurück in den Raum. Sie benötigt keinen Wanddurchbruch und ist damit die einfachste Lösung für Mietwohnungen. Der Nachteil liegt in den Aktivkohlefiltern: Sie müssen je nach Nutzung regelmäßig getauscht werden, sonst bleibt der Geruch im Raum und die Leistung sinkt spürbar. Häufig wird übersehen, dass Fettfilter und Kohlefilter unterschiedliche Aufgaben haben. Der Fettfilter gehört in den Geschirrspüler, der Kohlefilter niemals. Wer beide gemeinsam reinigt, zerstört die Kohle und wundert sich über die nachlassende Wirkung. Für starkes Braten ist Umluft nur bedingt geeignet, weil selbst gute Filter nicht alle Geruchsstoffe binden.