4 Kriterien, Mit Denen Sie Schadstoffarme Wandfarben Erkennen
Farben und Texturen als Gegengewic
Umweltzeichen sagen mehr als Werbeversprechen Vertrauen Sie nicht auf Begriffe wie „natürlich" oder „öko", die rechtlich nicht geschützt sind. Verlässlicher sind geprüfte Umweltzeichen und Prüfsiegel, die Grenzwerte für Schadstoffe, Lösemittel und Konservierungsmittel vorschreiben. Solche Zeichen werden nur vergeben, wenn unabhängige Labore die Rezeptur überprüfen. Ein weiteres Kriterium ist die Kennzeichnung „emissionsarm" oder eine bestimmte Emissionsklasse. Je nach Anbieter finden Sie Buchstaben oder Zahlen, die die Ausdünstung nach dem Trocknen beschreiben. Fragen Sie im Zweifel beim Hersteller nach dem vollständigen Sicherheitsdatenblatt.
Zuerst zählt die Basis: Dispersionsfarben auf Wasserbasis enthalten deutlich weniger flüchtige organische Verbindungen als lösemittelhaltige Lacke oder Alkydharzfarben. Für Innenwände sind wasserbasierte Produkte die Standardwahl. Achten Sie zusätzlich auf den Anteil flüchtiger organischer Verbindungen, kurz VOC. Ein niedriger Wert bedeutet nicht automatisch Schadstofffreiheit, aber er begrenzt die Belastung. Die Angabe steht meist direkt auf dem Etikett oder im technischen Datenblatt.
Die entscheidende Frage lautet: Welche Wand trägt am meisten? In einem schmalen WC ist das fast immer die Wand hinter oder neben der Toilette. Hier kann ein flacher, wandhängender Schrank mit geringer Tiefe montiert werden, der nicht in den Bewegungsraum hineinragt. Wer auf einen Spülkasten mit Vorwandinstallation setzt, gewinnt zusätzlich eine durchgehende Ablagefläche oberhalb der Toilette. Diese Nische lässt sich mit einer passgenauen Platte abdecken, auf der Klopapier, ein Handtuch oder ein Duftspender Platz finden. Wichtig: Die Platte darf den Zugang zum Spülmechanismus nicht versperren, sonst wird jede Reparatur zum Kraftakt.
Weil die Bodenfläche begrenzt ist, muss die Höhe arbeiten. Über der Tür lässt sich ein offenes Regal oder ein geschlossener Hängeschrank anbringen, der Reserve-Toilettenpapier, Reinigungsmittel oder Gästehandtücher aufnimmt. Auch die Rückseite der Tür ist nutzbar: Ein schlanker, höhenverstellbarer Aufsatz für Haken oder ein schmales Regal nutzt die Bewegung der Tür, ohne im Weg zu sein. Dabei ist darauf zu achten, dass die Tür nicht gegen die Toilette stößt und der Aufsatz nicht dicker als die Türstärke plus Wandabstand ist. Ein typischer Fehler ist ein zu tiefer Türhaken, der beim Öffnen gegen den Türrahmen schlägt und die Oberfläche beschädigt.
Glatte, dicht verlegte Oberflächen lassen sich dagegen feucht wischen. Dadurch werden Staub und Allergene gebunden und nicht aufgewirbelt. Entscheidend ist, dass zwischen den Elementen möglichst keine breiten Spalten entstehen. Bei Fliesen sind kleine Fugen mit dichtem Material besser als breite, offene Rillen. Bei Parkett oder Laminat hilft eine sauber verklebte oder geklickte Verlegung, damit kein Schmutz in die Stoßkanten fällt.
Praktisch heißt das: Kaufen Sie nur so viel Farbe, wie Sie tatsächlich benötigen, und achten Sie auf das Datum der Charge. Reste lassen sich oft nur begrenzt lagern. Mischen Sie niemals verschiedene Produkte, um Reste zu verwerten, denn dadurch entstehen unkontrollierte Reaktionen. Nach dem Streichen sollten Sie mindestens mehrere Tage regelmäßig stoßlüften, bevor der Raum wieder dauerhaft genutzt wird. Besonders in Schlaf- und Kinderzimmern lohnt sich diese Geduld.
Kleine Räume verzeihen keine Fehlkäufe. Wer eine Sitzgruppe plant, sollte zuerst den Raum vermessen und dann Möbel suchen – nicht umgekehrt. Entscheidend sind drei Zahlen: die Breite der Hauptverkehrsfläche, der Abstand zwischen Sitzfläche und Tischkante sowie der Freiraum hinter dem Sitz. Ohne diese Werte bleibt jede Planung ein Ratespiel, das meist mit zu großen Möbeln endet.
Ein häufiger Fehler ist, nur auf die Farbe zu schauen und die Grundierung zu vergessen. Auch Voranstriche, Haftgründe und Spachtelmassen können Lösemittel enthalten. Wer wirklich schadstoffarm arbeiten will, verwendet für alle Schichten Produkte derselben niedrigen Emissionsstufe. Ebenso problematisch: alte, bereits abblätternde Farbschichten einfach überstreichen. Lösen sich Bestandteile, gelangen sie trotzdem in die Luft. Entfernen Sie loses Material vorher und lüften Sie während der gesamten Trocknungszeit kräftig.
Für sehr kleine Räume eignen sich Sitzbänke mit flacher Lehne oder Bankettlösungen, die direkt an der Wand stehen. Sie sparen Tiefe und lassen sich mit Stauraum kombinieren. Ein runder Tisch mit einem Durchmesser von 80 bis 90 Zentimetern ist oft die bessere Wahl als ein eckiger Tisch, weil er weniger Kanten hat und sich besser in den Raum einpasst. Achten Sie darauf, dass die Sitzfläche nicht zu tief ist: 45 bis 48 Zentimeter sind angenehm, darüber wird es für kleinere Personen unbequem.
Warum Teppiche und Fugen zum Problem werden Hochflorige Teppiche wirken wie ein Filter: Sie halten Staub, Hautschuppen und Milbenkot fest. Absaugen entfernt nur die oberflächliche Schicht. Tief in der Faser bleibt der Rest und wird bei Trockenheit wieder freigesetzt. Ähnlich verhält es sich mit Fliesen oder Parkett, wenn breite Fugen und Ritzen offen bleiben. Dort sammelt sich feiner Staub, der sich kaum noch herauswischen lässt. Feuchtigkeit verstärkt das Problem, weil sie Schimmel im Untergrund begünstigt.