Zugluft ade: So dichten Sie Ihre Wohnungstür ab und sparen Heizkosten
Bei der Montage ist Sorgfalt gefragt. Reinigen Sie die Klebeflächen gründlich und entfetten Sie sie, bevor Sie die Dichtung anbringen. Messen Sie die benötigten Längen genau und schneiden Sie die Dichtungsstreifen mit einem scharfen Messer oder einer Schere auf Maß. Kleben Sie die Dichtung in einem Stück auf, vermeiden Sie Falten und Luftblasen. Achten Sie darauf, dass die Tür nach dem Anbringen noch problemlos schließt. Ein häufiger Fehler ist die Verwendung eines zu dicken Dichtungsmaterials, das die Tür blockiert und ein Klemmen verursacht. In diesem Fall müssen Sie die Dichtung wieder entfernen und eine flachere Variante verwenden.
Wer in Räumen wohnt, in denen die Luftfeuchtigkeit ständig schwankt, kennt das Problem: Im Winter sinkt sie oft unter 30 Prozent, im Sommer klettert sie über 70. Beides ist unangenehm – trockene Schleimhäute, rissige Holzmöbel oder eben feuchte Ecken, in denen sich Schimmel ansiedelt. Der Zielbereich von 40 bis 60 Prozent ist jedoch nicht nur eine Zahl, sondern das Ergebnis von richtigem Lüften, Heizen und der gezielten Kontrolle der Feuchtigkeitsquellen. Wer diese drei Stellschrauben im Alltag konsequent nutzt, muss weder auf ein Raumklima wie in der Wüste noch auf Schimmelbildung warten.
Welche Dichtungsmaterialien für welchen Spalt? Für unterschiedliche Spaltbreiten gibt es passende Dichtungen. Einseitig klebende Schaumstoffbänder sind günstig und einfach zu verarbeiten, eignen sich aber nur für schmale, gleichmäßige Spalten. Sie werden direkt auf den Falz der Tür geklebt. Bei breiteren oder unregelmäßigen Spalten sind profilierte Gummidichtungen die bessere Wahl; diese werden mit einem Klebstoff befestigt oder in eine Nut eingeklemmt. Spezielle Bürstendichtungen für den Bodenbereich sind flexibel und gleichen Bodenunebenheiten aus. Sie werden an der Türunterseite angeschraubt und verfügen über einen Bürstenstreifen, der dicht über dem Boden aufliegt.
Umgekehrt staut sich Feuchtigkeit in Räumen, die wenig genutzt werden, wie Gästezimmer oder Abstellräume. Dort hilft kein Heizen auf 18 Grad, sondern konstante Grundwärme von 20 Grad und ein Luftaustausch alle zwei Tage. Ein typischer Fehler ist, die Heizung ganz abzudrehen, während man auf Reisen ist – die Wände kühlen aus und die relative Luftfeuchte steigt auf 70 Prozent. Moderne Heizungen haben eine Frostschutzfunktion, die du nutzen solltest, statt sie zu ignorieren. Wer keine programmierbaren Thermostate hat, stellt die Heizung zumindest auf Stufe „Schneeflocke".
Die Trocknungszeit variiert je nach Öl und Holzfeuchte. Rechnen Sie mit mindestens zwölf Stunden, bevor Sie die Möbel wieder berühren. Bei kühler oder feuchter Witterung kann sich die Trocknung auf bis zu 48 Stunden verlängern. Ein sicherer Test: Legen Sie eine Handfläche kurz auf das Holz – sie darf nicht kleben bleiben. Erst dann sollten Sie die Möbel wieder aufstellen. Schrauben Sie vor dem Ölen alle Metallteile wie Griffe oder Scharniere ab, oder kleben Sie sie mit Malerkrepp ab. Öl auf Metall lässt sich später nur schwer entfernen und kann zu Rostbildung führen.
Richtig lüften – aber mit Verstand statt mit Dauerkippfenster Ein gekipptes Fenster im Schlafzimmer bringt nur wenig Feuchtigkeit nach draussen, kühlt aber die Wand stark herunter. Die Folge: Die Luftfeuchtigkeit steigt relativ zur kalten Oberfläche, und es bildet sich Kondenswasser. Besser ist das Stosslüften: Dreimal am Tag für fünf bis zehn Minuten die Fenster weit öffnen, idealerweise quer zur Wohnung, sodass ein Durchzug entsteht. Im Winter reichen fünf Minuten, im Sommer können es auch 20 Minuten sein – vor allem in den frühen Morgenstunden, wenn die Aussenluft noch kühl ist. Nach dem Duschen oder Kochen wird sofort gelüftet, nicht erst nach einer halben Stunde, wenn sich die Feuchte bereits in Textilien und Wänden festgesetzt hat.
Nach dem ersten Anstrich prüfen Sie nach 24 Stunden, ob das Holz das Öl vollständig aufgenommen hat. Eine matte, raue Stelle zeigt, dass ein zweiter Anstrich nötig ist. Dieser wird genau wie der erste aufgetragen. Besonders an Stirnseiten und an den Enden von Brettern saugt Holz stärker – behandeln Sie diese Bereiche großzügiger, aber vermeiden Sie Pfützenbildung. Ein häufiger Fehler ist es, zu viel Öl auf einmal zu verwenden. Dünne Schichten sind besser als eine dicke, weil sie tiefer eindringen und elastischer bleiben. Wenn Sie nach dem Trocknen noch feuchte oder glänzende Stellen sehen, haben Sie zu viel aufgetragen – wischen Sie diese sofort ab.
Niemand denkt beim Duschen oder Kochen daran, dass er damit die Luftfeuchtigkeit in der ganzen Wohnung beeinflusst. Aber genau dort entstehen wahre Feuchtigkeitsspitzen. Deshalb solltest du nach dem Duschen das Badfenster weit öffnen und die Tür geschlossen halten, bis die Luft getauscht ist. Beim Kochen hilft es, den Deckel auf den Topf zu setzen und die Dunstabzugshaube einzuschalten – wenn du eine hast. Wer keinen Abzug besitzt, muss die Küche nach dem Kochen einfach gründlich durchlüften. Diese Maßnahmen verhindern, dass die Feuchtigkeit in die angrenzenden Räume wandert und dort an kalten Außenwänden kondensiert.